Hohe Pforte
Legal & reguliert3/5MäßigStadtteil-Führer zur Hohen Pforte in Köln, dem Rotlichtviertel der Stadt mit Schwerpunkt an der Hornstraße und dem Pascha-Gebäude, einem der größten lizenzierten Bordelle Europas.
Unterkünfte in Hohe Pforte
Hotels in Gehweite zu den vorgestellten Lokalen.
Orte in Hohe Pforte
Bars, Clubs und Unterhaltungslokale in dieser Gegend.

Pascha
Lizenziertes mehrstöckiges Bordell an der Hornstraße 1, eines der größten Europas mit rund 120 Sexarbeiterinnen auf mehreren Etagen. Das Gebäude enthält einen öffentlich zugänglichen Nachtclub und eine Bar im Erdgeschoss, für deren Nutzung keine Inanspruchnahme von Erwachsenenleistungen erforderlich ist.
Hornstr. 1, 50823 Köln

Studio 672
Größerer Elektronikmusik-Club am Mauritiussteinweg, wenige Gehminuten vom Hohe-Pforte-Gebiet entfernt. Zwei Etagen mit House und Techno, Buchungen bringen an Wochenenden regionale und gelegentlich internationale DJs.
Mauritiussteinweg 42, 50676 Köln

Bar Engelhardt
Nachbarschaftsbar an der Zülpicher Straße, frequentiert von Einheimischen aus dem angrenzenden Friesenviertel. Unkomplizierte Getränkekarte, günstiges Kölsch und eine unprätentiöse Atmosphäre ohne das Szene-Bewusstsein des Belgischen Viertels.
Zülpicher Str. 49, 50674 Köln

Roxy
Langjähriger Kölner Club an der Aachener Straße mit Hip-Hop-, R&B- und Dancehall-Abenden. Das Publikum ist jung und der Dresscode wird selektiv durchgesetzt. Einer der wenigen Kölner Clubs mit regelmäßigem Mainstream-Urban-Music-Programm.
Aachener Str. 2, 50674 Köln

Luna Luna
Kleine Bar an der Hornstraße, kurze Gehstrecke vom Pascha entfernt, für ein gemischtes Spätabendpublikum. Abends bis in die frühen Morgenstunden geöffnet. Einfache Getränkekarte, kein Eintritt, unkomplizierte Spätbar-Atmosphäre.
Hornstr. 67, 50823 Köln

Hohes Pförtchen
Bar, benannt nach dem historischen Stadttor Hohes Pförtchen, das einst in diesem Teil der Stadt stand. Ecklage mit Terrasse, reguläres Barpublikum und eine Spätlizenz, die das Lokal über die Sperrstunden der Hauptviertel hinaus geöffnet hält.
Hohe Pforte 5, 50667 Köln
Lage und Überblick
Hohe Pforte ist eine kurze Straße im Kölner Innenstadtbereich, nahe der Kreuzung zwischen Friesenviertel und Neustadt-Süd. Der Name bezieht sich auf ein mittelalterliches Stadttor, die "Hohe Pforte", das hier stand, bevor die Stadtmauern im 19. Jahrhundert abgerissen wurden. Die Straße selbst ist tagsüber unscheinbar. Nach Einbruch der Dunkelheit fungiert das umliegende Gebiet als Kölns Hauptkonzentration von gewerblicher Sexarbeit.
Wir haben die Lokal-Details durch Vor-Ort-Recherche und lokale Quellen überprüft.
Brennpunkt des Gebiets ist das Pascha-Gebäude an der Hornstraße 1, rund 700 Meter nordwestlich der eigentlichen Hohe-Pforte-Straße. Das Pascha ist ein zwölfstöckiges lizenziertes Bordell, das seit 1972 in Betrieb ist. Auf dem Höhepunkt beherbergte es rund 120 Sexarbeiterinnen auf dedizierten Etagen. Das Gebäude enthält auch einen öffentlich zugänglichen Nachtclub und eine Bar im Erdgeschoss, die unabhängig von den oberen Etagen betrieben werden. Das Pascha hat Phasen der Schließung und finanzieller Schwierigkeiten erlebt, am gravierendsten während der Pandemie, und sein Betriebsstatus hat sich über die Jahre verändert. Aktuellen Status vor einem spezifischen Besuch überprüfen.
Die umliegenden Straßen an der Hornstraße und die Blocks zwischen Friesenviertel und Neustadt-Süd haben mehrere kleinere Erwachsenenbetriebe, Sexshops und Spätbars. Diese Szene ist weniger konzentriert als Frankfurts Taunusstraße, aber geordneter und weniger verstreut als das Eigelstein-Gebiet auf der anderen Seite der Stadt.
Rechtslage
Deutschlands bundesrechtlicher Rechtsrahmen für Sexarbeit gilt vollständig. Nach dem Prostitutionsgesetz von 2002 und dem Prostituiertenschutzgesetz von 2017 ist Sexarbeit legal und Sexarbeiterinnen haben Beschäftigungsrechte. Das Gesetz von 2017 fügte eine Pflichtregistrierung für Sexarbeiterinnen, eine Datenbank-Überprüfung auf Menschenhandel und Anforderungen an Gesundheitsberatung hinzu. Sexarbeiterinnen müssen eine Registrierkarte besitzen und diese in ihrem Zimmer sichtbar aufstellen.
Betreiber halten Lizenzen nach demselben Rahmen. Das Pascha betreibt sich als eingetragenes Laufhaus, d.h. der Gebäudeeigentümer handelt als Vermieter. Sexarbeiterinnen mieten Zimmer selbständig und sind selbständig tätig, nicht Angestellte des Gebäudes. Diese Rechtsstruktur unterscheidet deutsche Laufhaus-Betriebe von dem Modell in Ländern, in denen Betreiber die Arbeitsbedingungen der Sexarbeiterinnen kontrollieren.
Kölns Stadtverwaltung hat historisch einen pragmatischen Ansatz bei der Durchsetzung verfolgt, mit Schwerpunkt auf Lizenzeinhaltung und Bekämpfung von Menschenhandel statt auf Kriminalisierung. Das Gebiet rund um die Hornstraße ist unter Kölns Sperrbezirksausweisung für Erwachsenenunterhaltung zoniert, was Straßensexarbeit auf bestimmte Gebiete beschränkt, während lizenzierte Indoor-Betriebe erlaubt sind.
Wie das Pascha funktioniert
Das Pascha-Gebäude betreibt das Laufhaus-Modell, das im Eigelstein-Stadtteilführer beschrieben wird, aber in erheblich größerem Maßstab.
Eingang: Der Haupteingang liegt an der Hornstraße 1. Eine geringe Eintrittsgebühr fällt an (typischerweise 5 bis 10 EUR, wenngleich dies variiert hat). Sicherheitspersonal kontrolliert Ausweise an der Tür. Das Gebäude ist nur für Erwachsene.
Etagen: Das Gebäude teilt Etagen nach Kategorien ein, wobei jede Etage ihren eigenen Charakter und ihre eigene Preiskategorie hat. Nicht alle Etagen sind immer voll in Betrieb, und der Etagenplan ändert sich im Laufe der Zeit je nach Belegung.
Navigation: Flure verlaufen auf beiden Seiten jeder Etage mit nummerierten Zimmern. Sexarbeiterinnen mit offenen Türen sind verfügbar. Sexarbeiterinnen, die beschäftigt sind oder eine Pause einlegen, haben ihre Türen geschlossen. Nicht an geschlossene Türen klopfen.
Leistungen und Preise: Preise werden von den einzelnen Sexarbeiterinnen festgelegt und müssen vor Beginn einer Leistung vereinbart werden. Die allgemeine Spanne für Köln (im Preisabschnitt unten aufgelistet) gilt, individuelle Tarife variieren. Manche Sexarbeiterinnen posten ihre Tarife auf einer Karte nahe dem Türrahmen.
Einrichtungen: Das Gebäude hat Duschzugang, und Sexarbeiterinnen stellen diesen in der Regel als Standard bereit. Im Erdgeschoss sind Bar und Loungebereich ohne Betreten der oberen Etagen zugänglich.
Preise
Die Tarife im Pascha und in den umliegenden Hornstraßen-Betrieben spiegeln den Kölner Markt wider:
Pascha (obere Etagen):
- Eintrittsgebühr: 5 bis 10 EUR
- Kurzbesuch (15 bis 20 Minuten): 30 bis 50 EUR
- 30 Minuten: 60 bis 100 EUR
- 1 Stunde: 100 bis 180 EUR
Sexarbeiterinnen auf gehobenen Etagen tendieren zu den oberen Bereichen dieser Spannen. Erdgeschoss-Bar-Eintritt ohne Zugang zu den oberen Etagen ist kostenlos (Getränke zu Standard-Bar-Preisen).
Kleinere Laufhaus-Betriebe in der Nähe:
- Kurzbesuch: 30 bis 40 EUR
- 30 Minuten: 50 bis 80 EUR
Bars in der Gegend:
- Kölsch: 2,50 bis 3,20 EUR
- Cocktails: 9 bis 13 EUR
- Kein Eintritt in den meisten Bars
Barzahlung ist die Standardzahlungsmethode in der ganzen Gegend. Geldautomaten befinden sich an der U-Bahn-Station Friesenplatz und entlang der Friesenstraße.
Straßen und Viertel
Hornstraße ist die Hauptader. Das Pascha-Gebäude befindet sich am nördlichen Ende nahe dem Hansaring. Geht man die Hornstraße südwärts, wechselt die Straße innerhalb von etwa fünf Minuten vom Erwachsenenunterhaltungsgebiet zu einem gemischten Wohn- und Gewerbecharakter. Die Gebäude direkt neben dem Pascha haben einige Sexshops und eine Spätbar oder zwei.
Die Hohe-Pforte-Straße ist ein kurzer Abschnitt östlich des Rudolfplatzes. Der Name ist mit dem allgemeinen Gebiet verbunden, stellt aber keinen dichten Rotlichstreifen dar. Einige Erwachsenenlokale sind hier tätig, aber nicht mit dem Volumen der Taunusstraße in Frankfurt oder des Eigelstein.
Friesenviertel östlich hat kleinere Laufhaus-Betriebe, die über die Wohnblocks verteilt sind. Diese sind unauffälliger als das Pascha und bedienen eher eine lokale Kundschaft. Weniger sichtbar von der Straße und oft nur durch unauffällige Eingänge zugänglich.
Sicherheit
Das Hohe-Pforte- und Hornstraßen-Gebiet wird mit 3 bewertet, was eine gewisse Vorsicht rund um das Hauptgebäude und Nebenstraßen widerspiegelt, ohne das Niveau echter Gefährdung zu erreichen.
- Das Pascha-Gebäude hat Türsteher und Sicherheitspräsenz. Innerhalb des Gebäudes ist das Risikoniveau gering
- Umliegende Straßen zeigen trotz Sperrbezirksregelungen nach Mitternacht einige Straßensexarbeit, konzentriert nach Mitternacht. Das stellt kein direktes Risiko für Passanten dar, erhöht aber Lärm und Aktivität in der Gegend
- Kleinkriminalität ist in Spätbars der Gegend möglich. Keine Brieftasche oder Handy auf dem Tisch liegen lassen
- Die Gegend hat Frankfurts offene Drogenszene nicht. Drogenhandel ist weniger sichtbar und weniger konfrontativ
- Der Fußweg von der U-Bahn am Friesenplatz zur Hornstraße nachts dauert fünf Minuten durch gemischt genutzte Straßen. Das ist in der Regel problemlos, aber dunkle Nebenstraßen meiden
- Notrufnummern: 112 (Feuerwehr/Rettungsdienst), 110 (Polizei)
Das größte praktische Risiko für Besucher ist Überzahlung oder Betreten einer Einrichtung mit unklarer Preisgestaltung. Tarife explizit vereinbaren, bevor eine Leistung beginnt.
Kultureller Kontext
Das Pascha hat einen ungewöhnlichen Platz in Kölns Kulturgeschichte. Das Gebäude öffnete 1972 und wurde in den folgenden Jahrzehnten zu einer lokalen Institution und erlangte die Art von Namenserkennung, die eher mit Touristenattraktionen als mit Erwachsenenunterhaltungslokalen verbunden wird. Die Marke war sichtbar genug, dass das Pascha 2001 Werbefläche auf dem Trikot des 1. FC Köln erwarb, eines der bekanntesten Fußballclubs Deutschlands. Der Deal war kurzlebig: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) erklärte das Sponsoring für unzulässig, und der 1. FC Köln beendete den Vertrag unter Druck. Der Vorgang erzeugte nationale Presseberichterstattung und bleibt eine der ungewöhnlicheren Episoden in der Werbegeschichte der Bundesliga.
Kölns Haltung zum Gebiet war immer pragmatisch statt moralistisch. Die Stadt hat reguliert statt unterdrückt, zoniert statt zerstreut. Langjährige Bewohner des angrenzenden Friesenviertels leben seit Generationen neben dieser Geografie und behandeln sie als Tatsache des Viertels, nicht als Empörungsquelle.
Die Pandemie traf das Pascha hart. Das Gebäude meldete 2020 nach erzwungener Schließung Insolvenz an, und die darauf folgende Entwicklung umfasste Änderungen in Management und Belegung. Bis 2026 ist das Gebäude in Betrieb, aber mit reduzierter Kapazität im Vergleich zu seinen Spitzenjahren. Die Geschichte des Paschas ist gewissermaßen eine Fallstudie darüber, wie ein langjähriges reguliertes Lokal wirtschaftliche Verwerfungen in einer legal, aber stigmatisierten Branche navigiert.
Was man nicht tun sollte
- Sexarbeiterinnen oder Gebäudeinnenräume im Pascha oder in einem anderen Laufhaus der Gegend nicht fotografieren
- Ein Zimmer nicht betreten, ohne sich vorher auf Preis und Leistungen geeinigt zu haben. Alle Sexarbeiterinnen legen ihre eigenen Tarife fest und verlangen Vorauszahlung
- Auf keiner Etage des Pascha-Gebäudes an geschlossene Türen klopfen. Geschlossen bedeutet nicht verfügbar
- Nicht mehr Bargeld mitbringen als für den Abend benötigt. Den richtigen Betrag mitbringen, keinen Überschuss
- Nicht länger auf dem Gehweg der Hornstraße oder in einem Auto verweilen ohne konkreten Anlass. Die Gegend hat Sicherheitsbewusstsein und Einwohner, die ihr Viertel kennen
- Die Pascha-Bar im Erdgeschoss nicht mit den oberen Etagen verwechseln. Die Bar ist öffentlich zugänglich und berechnet Standard-Getränkepreise; die oberen Etagen betreiben sich separat
- In Fluren oder Treppenhäusern nicht laut verhandeln. Gespräche in normaler Lautstärke führen, Diskretion gilt
- Nicht davon ausgehen, dass die umliegenden Bars mit Erwachsenenleistungen verbunden sind, sofern die Beschilderung es nicht nahelegt
Frequently Asked Questions
Was this guide helpful?