Lan Kwai Fong
Halblegal4/5SicherStadtviertelführer für Lan Kwai Fong in Hongkong. Das bekannteste Nachtlebenviertel der Stadt mit über 100 Bars und Clubs auf engem Raum an einem hügeligen Straßenzug.
Unterkünfte in Lan Kwai Fong
Hotels in Gehweite zu den vorgestellten Lokalen.
Orte in Lan Kwai Fong
Bars, Clubs und Unterhaltungslokale in dieser Gegend.

Dragon-i
Hongkongs bekanntester Club, ein Mehrraum-Lokal, das seit zwei Jahrzehnten als führende Nachtlebenadresse der Stadt gilt. Bekannt für Prominentenbesuche und ein gepflegt gekleidetes Publikum. Eintritt 300 bis 500 HKD am Wochenende.
UGF, The Centrium, 60 Wyndham Street

Volar
Unterirdischer Club in der Wyndham Street mit dunkler, industrieller Ästhetik und starken DJ-Buchungen. Zwei Räume spielen verschiedene Genres. Beliebt bei ernsten Clubgängern und Musikfans. Eintritt 200 bis 350 HKD.
Basement, 38-44 D'Aguilar Street

Levels
Mehrstöckiger Club im Herzen von LKF mit kommerzieller Tanzmusik und einem jungen, energiegeladenen Publikum. Die Dachterrasse bietet frische Luft zwischen den Sets. Eintritt 200 bis 300 HKD am Wochenende.
25 D'Aguilar Street

Club 71
Nach den Prodemokratie-Protesten vom 1. Juli benannte Boheme-Bar, eine Institution in LKF. Günstige Getränke, Außenbestuhlung auf einer ruhigen Terrasse und ein politisch engagiertes Publikum. Bier ab 45 HKD.
67 Hollywood Road

Stockton
Gehobene Cocktaillounge in der Wyndham Street mit speakeasy-inspiriertem Interieur. Sorgfältig gemischte Cocktails ab 120 HKD. Ruhiger als die Clubs, beliebt für den frühen Abend.
32 Wyndham Street

Ce La Vi
Dachbar und Lounge auf dem California Tower mit Panoramablick auf die Skyline. Cocktails ab 130 HKD. Die Terrasse ist an klaren Wochenendabenden gut besucht.
25/F, California Tower, 30-32 D'Aguilar Street

Brickhouse
Mexikanisch gestaltete Bar mit Tacos, Tequila und entspannter Atmosphäre. Margaritas ab 80 HKD. Eine der günstigeren Optionen in LKF mit lockerem, fröhlichem Publikum.
1 Lan Kwai Fong
Überblick und Lage
Lan Kwai Fong erstreckt sich über eine Handvoll steiler, schmaler Gassen, die von der Queen's Road Central im Hongkonger Stadtteil Central bergauf führen. Das Gebiet umfasst kaum zwei Häuserblocks, doch in diesen Blocks befinden sich über 100 Bars, Clubs, Restaurants und Lounges in mehrstöckigen Gebäuden auf beiden Straßenseiten. Es ist ohne Frage Hongkongs bekannteste Nachtlebenadresse.
Dieser Führer basiert auf mehreren Abenden in Lan Kwai Fong.
Das Viertel trägt den Namen der L-förmigen Straße an seinem Kern. Die Lan Kwai Fong Street, die D'Aguilar Street und die Wyndham Street bilden das Dreieck, in dem das meiste Geschehen stattfindet. Der kanadischstämmige Geschäftsmann Allan Zeman entwickelte das Gebiet ab den 1980er-Jahren und verwandelte es von einem ruhigen Wohnhügel in Asiens bekanntestes Barbarviertel.
An einem Freitag- oder Samstagabend füllen sich die Straßen mit Tausenden von Menschen. Die Menge strömt aus den Bars auf den Bürgersteig, Getränke in der Hand, und schafft eine Open-Air-Partyatmosphäre, die in Hongkongs ansonsten geordnetem Stadtumfeld einzigartig ist. Die Energie ist ansteckend, die Preise sind jedoch hoch.
Rechtliche Lage
Lan Kwai Fong operiert innerhalb von Hongkongs üblichem rechtlichem Rahmen. Bars und Clubs verfügen über Alkohollizenzen, die den Ausschank bis 2 Uhr oder später erlauben, je nach Lizenztyp. Manche Lokale besitzen Spätlizenzen, die den Ausschank bis 6 Uhr morgens gestatten.
Hongkongs Gesetze zum persönlichen Verhalten sind eindeutig. Das gesetzliche Mindestalter für Alkohol liegt bei 18 Jahren. Öffentliche Trunkenheit ist nicht ausdrücklich strafbar, störendes Verhalten hingegen schon. Die Polizei patrouilliert an belebten Abenden in LKF und greift bei Schlägereien oder Störungen ein. Touristen gegenüber ist sie in der Regel hilfsbereit.
Das Viertel ist eine legitime gewerbliche Nachtlebezone. Die Preise sind hoch. Betrug ist in LKF selbst selten, anders als in manchen anderen Hongkonger Nachtlebegebieten. Das Hauptrisiko besteht schlicht darin, mehr auszugeben als geplant, weil alles teurer ist als erwartet.
Kosten und Preise
LKF ist teuer. Entsprechend planen.
Bier kostet in den meisten Bars 60 bis 90 HKD (8 bis 12 USD / 7 bis 10 EUR). Premium- und Craftbier kostet 90 bis 130 HKD. Happy-Hour-Preise von 17 bis 20 Uhr senken Bier in vielen Lokalen auf 35 bis 55 HKD.
Cocktails kosten 100 bis 180 HKD (13 bis 23 USD / 12 bis 21 EUR), je nach Lokal. Gehobene Lounges wie Stockton verlangen 120 bis 200 HKD. Dachbars wie Ce La Vi beginnen bei 130 HKD.
Clubeintritte liegen am Wochenende zwischen 200 und 400 HKD (26 bis 52 USD / 24 bis 48 EUR) und beinhalten üblicherweise ein bis zwei Getränke. Dragon-i verlangt an belebten Abenden 300 bis 500 HKD. Unter der Woche ist der Eintritt oft kostenlos oder reduziert.
Wein per Glas beginnt bei 80 bis 120 HKD. Flaschen kosten in Bars ab rund 400 HKD, in Clubs doppelt so viel.
Essen in LKF ist gemessen am Angebot überteuert. Ein Burger oder eine Pizza kostet 120 bis 180 HKD. Wer vorher isst, spart Geld. Günstigere Optionen gibt es auf Nebenstraßen gleich außerhalb des eigentlichen LKF-Bereichs.
Heimtransport nach 1 Uhr bedeutet ein Taxi (22 HKD Grundgebühr, rund 80 bis 150 HKD in die meisten Hotelgegenden) oder das Warten auf die letzten MTR-Züge gegen 0:30 bis 1:00 Uhr. Uber ist verfügbar, aber spät nachts unzuverlässig.
Straßenbild
D'Aguilar Street
Die Hauptader. Den Hügel von der Queen's Road Central hinaufgehend passiert man auf beiden Seiten eine Bar nach der anderen. Die Straße ist an Wochenendabenden für Fahrzeuge gesperrt, was eine Blockparty-Atmosphäre erzeugt. Bars auf Straßenniveau haben offene Fronten, die die Grenze zwischen drinnen und draußen verwischen. In den oberen Stockwerken befinden sich Clubs und Lounges.
Lan Kwai Fong Street
Die L-förmige Straße, die dem Viertel seinen Namen gibt. Kürzer als die D'Aguilar, aber gleich belebt. Das Brickhouse liegt an der unteren Ecke. Die Straße biegt scharf bergauf ab, mit weiteren Bars auf beiden Seiten.
Wyndham Street
Verläuft entlang des oberen Endes des LKF-Bereichs und verbindet sich mit Soho. Hier befinden sich die gehobeneren Lokale. Dragon-i und Stockton liegen beide in der Wyndham Street. Das Publikum hier ist etwas älter und besser gekleidet als auf dem Hauptstreifen weiter unten.
Der Überlauf
An belebten Abenden erstreckt sich die Party bis auf die Straßen selbst. Menschen kaufen Bier im 7-Eleven zu einem Bruchteil der Barpreise und trinken auf dem Bürgersteig. Das ist in Hongkong legal (kein offener Containerverbot), und es ist ein prägendes Merkmal von LKF-Abenden. Das günstigste Abendprogramm in LKF ist ein 7-Eleven-Bier auf der Straße.
Sicherheit
LKF ist nach jedem Maßstab sicher. Die Polizei ist an belebten Abenden stark präsent. Überwachungskameras decken das Gebiet ab. Gewaltkriminalität ist selten.
Die echten Risiken sind alltäglicher Natur:
- Rutschige Straßen. Die steilen, glatten Straßen werden bei Nässe oder verschüttetem Bier gefährlich. Stürze sind die häufigste Verletzung in LKF, und einige waren schwerwiegend. Schuhe mit griffiger Sohle tragen
- Überfüllung. An Spitzenabenden (Halloween, Silvester, Rugby Sevens Wochenende) können die Straßen gefährlich voll werden. Am Silvester 1993 ereignete sich eine tödliche Massenpanik. Die Behörden verhängen inzwischen Crowd-Control-Maßnahmen an wichtigen Veranstaltungsabenden
- Zu viel ausgeben. Die größte "Gefahr" ist die Getränkerechnung. Runden summieren sich schnell bei 80+ HKD pro Getränk. Budget vor der Ankunft festlegen
- Getränke manipulieren. In LKF selten im Vergleich zu anderen Nachtlebegebieten, aber Getränke nicht unbeaufsichtigt lassen, besonders in vollen Bars
- Taschendiebe. Vereinzelte Berichte an den belebtesten Abenden. Handys und Geldbörsen in Vordertaschen aufbewahren
LKF selbst ist weitgehend betrugsfrei. Worauf man achten sollte: überhöhte "Tischminimum"-Gebühren in Clubs. Manche Lokale verlangen für Tischreservierungen einen Mindestumsatz von 1.000 bis 3.000 HKD, der an der Tür möglicherweise nicht klar kommuniziert wird. Vor dem Platznehmen an einem reservierten Tisch immer nach dem Minimum fragen.
Kulturelle Normen
Die Kultur in LKF ist international und ungezwungen. Man wird weder den starren sozialen Protokollen des japanischen Nachtlebens noch dem aggressiven Werbetreiben südostasiatischer Barenviertel begegnen. Die Gepflogenheiten ähneln eher einem westlichen Barviertel mit einigen lokalen Anpassungen.
Eine Mischung aus Nationalitäten ist zu erwarten. An einem beliebigen Abend hört man Englisch, Kantonesisch, Mandarin, Französisch und ein Dutzend weitere Sprachen. Die Finanzbranche prägt einen Großteil des Publikums, besonders den "TGIF"-Exodus aus den nahe gelegenen Bürotürmen. Einheimische, Expats und Touristen vermischen sich hier natürlicher als in den meisten asiatischen Nachtlebegebieten.
Der physische Raum ist begrenzt. Bars sind nach westlichen Maßstäben klein. Das Teilen von Tischen mit Fremden ist normal und oft erwartet. Das schafft natürliche soziale Möglichkeiten, bedeutet aber auch, dass die Wahrung persönlicher Grenzen wichtig ist. Ein höfliches "Ist hier noch frei?" funktioniert besser als einfach hinzusetzen.
Fremden einen Drink zu kaufen ist unüblich. Wer mit jemandem in Kontakt kommen möchte, setzt auf Gespräche. Hongkonger neigen dazu, direkt zu sein, zumindest nach chinesischen Maßstäben. Wer nicht interessiert ist, lässt es wissen.
Praktische Informationen
Anreise. MTR-Station Central, Ausgang D2. Den Hügel auf der D'Aguilar Street hochgehen. Die gesamte Strecke vom Bahnhof bis zur ersten Bar dauert etwa drei Minuten.
Beste Ankunftszeit. Happy-Hour-Besucher kommen ab 17 bis 18 Uhr. Die Hauptparty beginnt freitags gegen 21 Uhr und samstags gegen 22 Uhr. Clubs füllen sich erst nach Mitternacht.
Sperrstunde. Die meisten Bars schließen zwischen 2 und 4 Uhr. Dragon-i und Volar können am Wochenende bis 5 bis 6 Uhr geöffnet sein.
Kleidung. Smart Casual funktioniert überall. Für Clubs wie Dragon-i sollten Männer Hemden mit Kragen und geschlossene Schuhe tragen. Für Bars auf Straßenniveau genügt alles Saubere und Ordentliche.
Bargeld oder Karte. Die meisten Lokale akzeptieren Kreditkarten, aber manche kleineren Bars sind reine Barzahler. Geldautomaten gibt es in Central zuhauf. Mindestens 500 HKD Bargeld als Reserve mitführen.
Günstigeres Essen. Für günstigeres Essen fünf Minuten zur Wellington Street oder Stanley Street laufen, wo es Dai-Pai-Dong-Restaurants und Nudellokale gibt. Das McDonalds auf der Queen's Road Central ist der Standard-Anlaufpunkt nach dem Trinken.
Taxistand. Der nächste Taxistand befindet sich auf der Queen's Road Central am Fuß des Hügels. An belebten Abenden bilden sich Schlangen. Die MTR ist meist schneller, wenn sie noch fährt.
Frequently Asked Questions
Was this guide helpful?